September 2025 – Wo arbeitest du eigentlich als Selbständiger?
Diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt.
Die Antwort: Vorrangig natürlich in meinen Projekten und bei meinen Auftraggebern und Kunden. Aber als „Homebase“ nutze ich oft „Das Ufer“ in Steyr: https://dasufer.at
Ein bisschen Werbung darf sein:
Ein super Kaffeehaus mit unkompliziertem Coworking-Space.
Du konsumierst Getränke oder Essen und nutzt die Arbeitsplätze – Meetingräume gibt’s stundenweise dazu zu buchen.
Alles nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt und nur einen Sprung vom Stadtplatz.
Für mich eine ideale Mischung aus Arbeiten, Netzwerken und Wohlfühlen.
September 2025 – Unternehmensberater oder Christoph Jungwirth?
In den letzten Monaten beschäftigte mich die Frage: Was bin ich eigentlich als Selbständiger?
Klar, auf dem Gewerbeschein steht die (mir nicht sehr sympathische) Bezeichnung „Unternehmensberater“. Ja, ich moderiere Workshops und Prozesse – aber Moderator bin ich nicht. Ich schreibe Berichte und Texte – aber Autor passt auch nicht. In Projekten ist Coaching meine Arbeitshaltung – aber Coach beschreibt mich schon gar nicht.
Wenn ich Kund:innen und Auftraggeber:innen nach Feedback frage, dann schätzen sie meine langjährige Führungserfahrung in Bildungs- und Sozialunternehmen, mein breites Netzwerk und meine Art, offen und gleichzeitig fokussiert umzusetzen.
Wenn ich es für mich auf den Punkt bringe: In meiner Selbständigkeit bin ich Christoph Jungwirth (kann man das eigentlich als Gewerbe in Österreich anmelden? ). Es gibt mich – mit meiner Erfahrung, meinen Kontakten, meinen Möglichkeiten, mit Ecken und Kanten.
Seit ich mir dessen sicher bin, kommen neue, unerwartete Projekte und Kunden auf mich zu, die genau das nutzen wollen: Bildungsunternehmen aus dem DACH-Raum, die nach Geschäftsfeldern in Österreich suchen. EdTech- und E-Learning-Anbieter, die beim Aufbau von Vertriebspartnern und Auftraggebern Unterstützung brauchen. Investoren, die in der Weiterbildung aktiv werden wollen. Oder Eigentümer, die einen Käufer für ihr Bildungsunternehmen suchen.
Und genau das macht mir Freude: mein Portfolio mit spannenden Ideen und Projekten laufend zu erweitern.
Juli 2025 – Hand auf´s Herz oder auch „Der Schlaganfall und ich“
Heute möchte ich über ein Thema posten, das mich in den letzten Monaten beschäftigt hat: Im Frühjahr hatte ich einen Schlaganfall – zum Glück ohne bleibende neurologische Einschränkungen.
Vergangene Woche konnte ich im Medizinischen Trainingszentrum Steyr meine ambulante Reha beginnen. Mein erster Eindruck? Freundlicher Service, engagierte Betreuung, forderndes Training – genau das, was ich jetzt brauche.
Ich möchte an dieser Stelle meine Dankbarkeit ausdrücken: Unser österreichisches Gesundheits- und Sozialsystem hat es mir ermöglicht, schnell behandelt zu werden, die notwendige Medikation zu erhalten und nun auch eine umfassende Rehabilitation zu beginnen. Das ist keine Selbstverständlichkeit! Wir sollten als Gesellschaft alles daran setzen, dieses System zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Hand auf´s Herz:
Ich bin auf viele kompetente Ärzt:innen und Pfleger:innen getroffen, die mir wirklich geholfen haben (DANKE!!).
ABER: die Abläufe, die Prozesse zwischen Akutbehandlung und Reha sind oft herausfordernd und ineffizient. Ohne Eigeninitiative und Durchhaltevermögen wäre manches doppelt untersucht, anderes gar nicht weiterbehandelt worden – manchmal brauchte es einige meiner persönlichen Ressourcen, um „im System“ nicht verloren zu gehen.
Ich lernte ältere Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund oder mit schwereren Krankheiten kennen, die sich da sehr schwer tun. Wahrscheinlich ist es die Mehrheit.
Mein Fazit: Ich bin dankbar für die Unterstützung und die Qualität der medizinischen Versorgung. Aber wir haben auch noch Luft nach oben – gerade was die Koordination und Begleitung im System betrifft. Oder: es mangelt an den Prozessen!
Juni 2025 – Was machst Du eigentlich als Berater?
Diese Frage höre ich regelmäßig – heute allein dreimal. Statt mit „Beratung“, „Moderation“ oder „Prozessbegleitung“ um mich zu werfen erzähle ich lieber über – diesmal mit einem konkreten Wochenrückblick:
Letztes Wochenende: die Geschäftsführerin einer GmbH bei der Vorbereitung einer wichtigen Gesellschafterversammlung unterstützt.
Die Woche begann intensiv am Pfingstdienstag mit der im OÖ Landhaus – eine ExpertenInnerunde diskutierte an Modellen zur Weiterentwicklung von Pflege und Betreuung .
Am späten Nachmittag Videokonferenz: Ein neuer Kunde, den ich beim Erkunden von äö Ö begleite.
Mittwoch abends und Donnerstag war ich in der Steiermark unterwegs, um zusammen mit Personalvermittlern am Thema ä ü für Österreich zu arbeiten und Schulungsangebote für diese zu überlegen. Auf dem Heimweg stand noch ein internes Steuerungsmeeting bei einem meiner Auftraggeber an.
Seit einiger Zeit unterstütze ich ein Softwareunternehmen bei der ü . Am Freitag haben wir uns im ä mit dem Chef einer halböffentlichen Institution ausgetauscht, reflektiert und neue Impulse gesammelt.
Ich mag diese Vielfalt: an gesellschaftlich relevanten Punkten mitwirken und unterstützen, Menschen zusammenbringen, Perspektiven erweitern und Neues anstoßen. Genau das macht für mich .
April 2025 – Die Zukunft der Erwachsenenbildung
Kürzlich stieß ich auf einen LinkedIn-Beitrag mit einem beeindruckenden Prompt für ChatGPT – leider finde ich den Urheber nicht mehr, sorry.
Ich habe die Anleitung leicht adaptiert und ausprobiert, was passiert, wenn die KI als Tutor:in und Lehrperson agiert – für technische Themen wie „bidirektionales Laden von E-Autos“ ebenso wie für gesellschaftliche wie „Menschenrechte“.
Ein vollständiger , , , , , – in Sekundenschnelle. Didaktisch hochwertig. Inhaltlich präzise. Und deutlich besser als alles, was ich in vergleichbaren Tests vor Monaten gesehen habe.
Noch beeindruckender: Die KI erstellt auf Wunsch ein Skriptum oder sogar eine Präsentation – wobei Letztere kaum mehr nötig ist.
Natürlich ist Lernen mehr als faktenbasierte Wissensvermittlung
Aber es ist ein , schön möglich wäre, würde es in der Erwachsenenbildung konsequent angewandt – eine völlig neue Dimension individualisierten Lernens.
Was bedeutet das für die Ausbildung von Trainer:innen oder Lehrkräften?
Was ist die Rolle der Unterrichtenden – wohl nicht mehr das Vortragen, sondern eher das Fragenstellen, das Begleiten von Lernprozessen, das Coachen?
Wie wird sich Erwachsenenbildung organisieren? Gruppen in Kursen sind wohl in den meisten Bereichen obsolet – sind Einzelcoachings, Lerngruppen und Prozessbegleitung die Zukunft (oder eher schon die Gegenwart, wenn es von den Verantwortlichen zugelassen oder angeboten wird)?
April 2025 – Zwei Tage in Wien
In den letzten Tagen durfte ich gemeinsam mit Christian Hallerbach mein Netzwerk dem internationalen Kommunikations- und Experience-Marketing-Experten Dino Büscher von fischerAppelt zur Verfügung stellen. Spannende Gespräche und produktive Meetings, nicht zuletzt auch über die langjährige Präsenz von fischerAppelt Middle East in Katar und Riad.
Zum guten Abschluss im Bistro Kelsen des österreichischen Parlaments: Austausch mit Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer – genau auch zu diesen internationalen Möglichkeiten, die ein Schwerpunkt österreichischer Wirtschaftspolitik sind.
März 2025 Berufliche Aufgaben und persönliche Herzensprojekte – Teil 3
Wir sprechen oft über berufliche Herausforderungen und Erfolge – ich auch. Für mich ist es ein Privileg, neben bezahlten Aufgaben auch Zeit für Herzensprojekte zu finden. Meine drei teile ich in diesen Wochen mit Euch.
Seit über fünf Jahren verantworte ich in Rotary International Club Steyr den Fonds für rückzahlbare Soforthilfe – kurz „Mikrokredite“ – unkomplizierte Unterstützung für Menschen in Notlagen. Ob finanzieller Engpass oder Starthilfe für eine neue Lebenssituation, es zählt unbürokratische Hilfe, die wirklich etwas bewegt.
Zum Beispiel:
➡️ Führerscheinkurs finanzieren, um einen Job antreten zu können
➡️ Hilfe bei der Kaution für eine Wohnung, damit junge Erwachsene aus Betreuungsprogrammen selbstständig leben und arbeiten können
➡️Ein Kleinkredit für einen asylberechtigten Flüchtling – um eine eigenständige Existenz zu beginnen und sich dann selbst erhalten zu können
Steyrer Sozialarbeiter/innen und regionale Hilfsorganisationen können für ihre Klient/innen Anträge stellen. Bis zu 1.500 Euro Soforthilfe, maximal 24 Monate darf die zinsfreie Rückzahlung dauern– fair, unkompliziert und direkt.
Manchmal braucht es nur einen kleinen Unterstützung um in ein selbständiges Leben zu starten.
März 2025 – Berufliche Aufgaben und persönliche Herzensprojekte – Fortsetzung
Nach meinem Zivildienst, vor fast 40 Jahren, gründete ich mit Freund:innen Friedensdorf International Österreich – eine Initiative, die ursprünglich aus der Aktion Friedensdorf International Deutschland hervorging. Ziel war und ist es, kriegsversehrten Kindern aus Hashtag#Afghanistan lebensrettende Behandlungen in Österreich zu ermöglichen und gleichzeitig mit dem Roten Halbmond vor Ort medizinische Hilfsprojekte zu initiieren.
Über die Jahrzehnte wechselten die Schwerpunktländer – Albanien, Kosovo– doch die , Moldawien Aufgaben blieben dieselben:
Medizinische Einzelfallhilfe für Kinder, denen vor Ort nicht geholfen werden kann.
Initiativen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in den Heimatländern.
Heute firmiert die Arbeit unter dem Namen Allianz für Kinder – mit hauptamtlichen Mitarbeiter:innen in Österreich, Albanien und Kosovo sowie vielen ehrenamtlichen Unterstützer:innen und Spender:innen.
Aktuell arbeiten wir mit der Deutschen Arbeiterwohlfahrt an einem Zentrum für medizinische, soziale und psychosoziale Versorgung von Kindern in den ukrainischen Kriegsregionen Mykolaiv und Kherson.
Die Mitarbeit bei der Allianz für Kinder ist mir als Vereinsvorsitzender wichtig, weil ich so ein Stück zurückgeben kann – von den Privilegien, die das Leben auf der Sonnenseite der Welt mit sich bringt. Außerdem liegt es mir als Bürger der Stadt Steyr am Herzen, da unser Wohlstand historisch wesentlich auf Waffenproduktion basiert. Wir haben da Verantwortung. Ein Grund mehr, zumindest einen kleinen Ausgleich zu schaffen
Februar 2025 – Berufliche Aufgaben und persönliche Herzensprojekte
Wir sprechen wir oft über berufliche Herausforderungen und Erfolge – ich auch. Für mich ist es ein Privileg, neben bezahlten Aufgaben auch Zeit und Ressourcen für Herzensprojekte zu finden. Meine drei möchte ich in den nächsten Wochen mit Euch teilen.
Seit einigen Jahren darf ich das Museum Arbeitswelt Steyr als ehrenamtlicher Vorstand gemeinsam in einem kompetenten und engagierten Team mitgestalten. Besonders wichtig sind mir dort:
Die wechselnden Ausstellungen zu aktuellen und historischen Themen – immer mit der Sicht „von unten“ und nicht – wie so oft museal – als Geschichte der Herrschenden
Ein Kulturprogramm am Puls der Zeit im neu gestalteten Veranstaltungszentrum
Und – gerade jetzt – die Politikwerkstatt: „Demokratie ist gestaltbar, dynamisch, unter Umständen vergänglich und muss gelebt und gelernt werden, immer wieder, täglich und bis ins hohe Alter hinein. Das machen wir in der Politikwerkstatt. Hier wird Mündigkeit gefördert, politische Kompetenzen werden geschärft und die Bereitschaft zu demokratischer Partizipation geweckt, in einer einzigartigen Lernumgebung für alle.“
Mein Beitrag? Zusammen mit der Geschäftsführung die wirtschaftliche Basis jedes Jahr neu sichern und das Museum zukunftsfit halten. Das gibt Sinn – und macht Spaß!
Jänner 2025 – one year after
Immer wieder werde ich gefragt: „Wie geht es Dir eigentlich als Selbständiger?“
Zeit für ein Resümee:
Mein Hauptthema ist die Frage: Wie kann qualifizierte Zuwanderung nach Oberösterreich ethisch verantwortlich und effizient erfolgen? Dazu begleitete ich die Sozial- und Gesundheitsabteilung des Landes Oberösterreich dabei, ihre Prozesse zu ordnen und effizient zu gestalten. Arbeitgeber unterstütze ich konkret bei der Rekrutierung von Fachkräften aus Drittstaaten. Gleichzeitig und zukünftig verstärkt helfe ich Personalvermittlungsagenturen, dazu gute Angebote zu entwickeln und erfolgreich bei ihren Kunden zu platzieren.Ein Highlight war die Begleitung der Integrationsstelle des Landes Oberösterreich bei der Neuausrichtung der regionalen Integrationsarbeit und der Grundversorgung. Außerdem unterstütze ich zwei weitere Projekte der Sozialabteilung des Landes, die sich mit der Weiterentwicklung von Kernleistungen beschäftigen.Für Bildungs- und Arbeitsmarktunternehmen bringe ich meine Expertise und meine Netzwerk in die Entwicklung von Dienstleistungen ein. Darüber hinaus arbeite ich an fachlcihen Konzepten und begleite Netzwerktermine für Unternehmen und politische Verantwortlichen.✔️ Mein Netzwerk und meine Kompetenz, die ich in den letzten 30 Jahren aufbauen durfte, tragen mich auch in der Selbstständigkeit.
✔️ Als Ein-Personen-Unternehmen genieße ich die Freiheit, selbst verantwortlich zu sein: Was ich verspreche, setze ich auch um. Lob und Kritik gelten allein mir – eine Herausforderung, die ich schätze.
✔️ Besonders dankbar bin ich für das Privileg, nicht aktiv akquirieren zu müssen, sondern für Projekte angesprochen zu werden.
Oktober 2024 – #workation oder #digitalnomads, ich mach #WALKation.
Die letzten 14 Tage war ich von Steyr ans Mittelmeer unterwegs. Heute musste ich am Fuße der Karawanken nach zwei Regentagen und Schnee am weiteren Weg ab- oder unterbrechen (wenn es das Wetter zulässt: Fortsetzung noch heuer). Neben täglichen Fußwegen von 5 – 7 Stunden arbeitete ich in dieser Zeit an meinen Projekten, für meine Kunden.
Wen der Reiseblog interessiert
https://lnkd.in/dJEDY9dp
Was habe ich erfahren:
– Gehen tut mir gut und es ist überraschend, wie weit man kommt und wie rasch der Körper sich trainiert (mein Ausgangsniveau ist bescheiden).
– Frappierend mit wie wenig Dingen man durch die Wochen kommt (Rucksack inkl. Wasser und
Office-Equipment hat 8 kg) und wie abhängig man dabei vom Wetter ist (nach zwei Tagen starkem Regen und dann noch Schnee hat’s gereicht). Und improvisieren macht selbst einem Perfektionisten Spaß.
– Meine selbständig Arbeit lässt sich einige Zeit lang gut mit Unterwegssein kombinieren:
Videomeetings an Tagesrandzeiten lassen sich vereinbaren und sind akzeptiert, Berichte schreiben sich nach körperlicher Anstrengung viel leichter, Telefonate beim Gehen (oder in Pausen um nicht zu „schnaufen“) sind oftmals produktiver als vom Büro aus – klar, es ist was für eine beschränkte Zeit, weil die persönliche Präsenz nicht möglich ist und die eigene Verfügbarkeit beschränkt ist (aber es kann/muss ja nicht immer 100% sein).
– Nicht zuletzt: das Nachdenken ist kreativer und neue Sichtweisen eröffnen sich beim Wandern.
Juli 2024 – Sommergedanken
Vor einem Jahr habe ich am Grundlsee eine Entscheidung getroffen, die mein Leben auf neue Beine stellte: Nach einem Vierteljahrhundert stand ich – vor allem wegen der Veränderungen in „meinen“ damaligen Unternehmen (Berufsförderungsinstitut OÖ, BBRZ-Gruppe) – für eine Vertragsverlängerung als Geschäftsführer nicht mehr zur Verfügung.
Zu Beginn 2024 machte ich mich dann selbstständig: Christoph Jungwirth – Projekte, soziale Dienstleistungen, Netzwerke, Wirkungen
Heute werde ich gefragt, wie das denn rückblickend sei: Die schlichte, aber stimmige Antwort: „Das Beste, was mir passieren konnte.“
Das lässt sich auch ausführlicher schildern (und ich freue mich, wenn ihr hier eure Erfahrungen kommentierend teilt):
* Rückblickend war es befreiend, die Notwendigkeiten einer großen Organisation hinter mir zu lassen.
* Rolle und Wichtigkeit des „Herrn Direktors“ habe ich kein bisschen vermisst. Das mag damit zusammenhängen, dass ich immer versucht habe, mir emotionale und ökonomische Unabhängigkeit in der Geschäftsführungsfunktion zu bewahren und private von beruflichen Beziehungen trennte (auch durch leben in Steyr und arbeiten in Linz).
* Ein Punkt ist, dass ich „versöhnt“ aus meiner Position gegangen bin. Die 25 Jahre in einer großen Non-Profit-Organisation waren wertvoll. Ich konnte viel gestalten, prägende Erfahrungen machen und wertvolle berufliche Beziehungen aufbauen.
* Heute weiß ich: Diese Netzwerke tragen mich auch in meiner neuen Rolle. Meine Fähigkeiten, die ich erworben habe, sind in meinen neuen Projekten und Aufträgen gefragt. Gleichzeitig bleibt die Sorge, ob das morgen noch so sein wird. Doch diese Selbstzweifel sehe ich inzwischen als Kraft.
* Ich kann mich nun wieder intensiver und fundierter mit Projekten und Themen, die mich antreiben, auseinandersetzen – ohne die Notwendigkeit des Tempos und Oberflächlichkeit, die manchmal mit Managementaufgaben einhergeht.
* Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass das, was ich für meine Kunden werke, gesellschaftlichen Mehrwert bringt und ich mir den Luxus leiste, nur solche Aufträge anzunehmen.
* Das mit dem Feedback hat sich verändert. Früher war es zumeist meine Aufgabe, anderen Rückmeldungen zu geben. Heute bitte ich meine AuftraggeberInnen und PartnerInnen um die Einschätzung meiner Arbeit. Es kostet mich Mut, danach zu fragen. Und diese Frage wirkt oft überraschend – anscheinend fragen wir Berater selten danach.
* Klar, eine der schönsten Seiten ist das Mehr an zeitlicher Freiheit. Das kann ich auch deswegen genießen, weil ich bei Buchhaltung und Lektorat von GRS Wirtschaftsprüfung Steuerberatung GmbH und Kristina Falschlehner unterstützt werde.
Oktober 2023 – Meine Veränderung nach 20 Jahren bei BFI OÖ und BBRZ GRUPPE – VEREIN ZUR FÖRDERUNG DER BBRZ GRUPPE
Nach über zwei Jahrzehnten in leitender Funktion beim BFI OÖ und anderen Einrichtungen der BBRZ GRUPPE werde ich meine aktuelle Position mit Ende 2023 nicht weiter fortsetzen. In guter Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden sorge ich für eine reibungslose Übergabe meiner Aufgaben bis zum Jahresende. Den Vorsitzender der BABE – Berufsvereinigung der ArbeitgeberInnen privater BildungsEinrichtungen übe ich noch bis Mitte 2024 aus.
Ab 2024 werde ich als Selbständiger in meinem Netzwerk Projekte begleiten, soziale Dienstleistungen mitgestalten und befristet Managementaufgaben übernehmen, die ich persönlich und auch gesellschaftlich als wichtig erachte.
Ich danke allen Kollegen/Innen und Mitarbeitern/innen der BBRZ-Gruppe und all meinen Kontakten hier auf LinkedIn für die wertvolle Zusammenarbeit und den Austausch in den vergangenen Jahren. Ich blicke gespannt in die Zukunft und freue mich auf die neuen Wege, die sich eröffnen und hoffentlich auch kreuzen werden.