Sehr früh am Morgen aufstehen, ins Ennstal fahren und den ganzen Tage im Wald unterwegs sein: das mag ich manchmal, so ganz sind solche Wandertage trotzdem nicht nach meinem Geschmack.

In den letzten zwei Jahren entdeckte ich Wandern für Müßiggänger. Ein solcher Tag entspricht mir: ausführliches Frühstück, ein coffee to go und Tratschen am Stadtplatz, dann eine mehrstündige Runde. Da gibt es großartige Möglichkeiten, wenn man die Innenstadt als Ausgangspunkt nimmt.

Der Klassiker: über Bahnhof und Ennsleite, den Porscheberg hinauf nach Erdsegen und weiter zum Damberg. Am Höhenrücken zum Windloch, hinunter zum Gasthaus Eckhard und entlang der Enns retour.

Die Wallfahrt: Vorbei am Schloss zum Steyrtalbahnhof, sodann nach Christkindl und quer über die Felder nach Garsten. Dort durch den Kirchhof an die Enns und am Ufer retour zum Stadtplatz.

Das Unbekannte: Durch den Wehrgraben nach Unterhimmel und Rosenegg. Weiter geht es über Tinsting und Schwamming in den Saaßer Forst (obwohl direkt vor der Stadt den meisten unbekannt und daher ein Garant für viel Ruhe). Über Christkindl zurück in die Innenstadt.

Ich scheine nicht der Einzige zu sein, der das so mag. Bereits 1905 wurde an der Sparkasse Steyr eine „Orientierungs- und Distanzkarte“ des Alpenvereines angebracht. Diese und auch andere Wanderungen vom Stadtplatz weg waren ausgeschildert. Schon damals galt für Genießer: zuerst in das Cafe Landsiedl und dann eine entspannte Nachmittagswanderung.

 

Und hier im Original.

 

 

 

Quelle:

StadtKult Steyr

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